Der Karthausclub

1. Zur Geschichte

Das Gebäude in der Karthausstraße 5 in Schwedt/Oder, in welchem sich heute der Jugendclub Karthaus befindet, wurde um 1900 in zentraler Lage als Wohnhaus erbaut und hat sowohl Kriege als auch andere Zerstörungswellen unbeschadet überstanden.

Als der Besitzer starb, wurde das Gebäude 1982 aus dem Privatbesitz an die Stadt Schwedt/Oder übergeben mit der Auflage, es der Jugend zur Verfügung zu stellen. Mit der Übergabe des Hauses an die Stadt, fanden die Jugendlichen eine zentrale Anlaufstelle, die Treffpunkt, Rückzugsort, ein Ort der Integration und vor allem ein separater Raum für Jugendliche – ohne die ständige Gegenwart von Erwachsenen – war. Der erste Clubleiter, Renaldo Sattler, war mit seinen 22 Jahren damals kaum älter als das damalige Klientel, welches zwischen 17 und 19 Jahre alt war. Tatkräftig halfen alle ehrenamtlich mit, das Gebäude herzurichten. Im Dezember 1982 wurde der Jugendclub eröffnet. Anfangs „Jugendclub Karthausstraße“ genannt, wurde später kurz „Karthausclub“ daraus. Der Name „Karthaus“ lässt vermuten, dass sich in Schwedt ein Kloster der Karthäuser-Mönche befunden hat.

Um baurechtliche Standards einzuhalten (Rettungswege, barrierefreier Zugang), musste das Gebäude grundlegend umgestaltet werden. Das Nebengebäude wurde abgerissen, das Hauptgebäude bekam einen Anbau mit weiteren Räumlichkeiten, einer Treppe und einem Fahrstuhl. Die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen wurden im November 2013 beendet.

2. Der Verein

Die Wiedervereinigung der Bundesrepublik und der DDR brachte auch für den Jugendclub Veränderungen mit sich. 1991 wurde der Karthausclub e.V. als freier Träger der Jugendhilfe gegründet. Der Vorstand setzt sich aktuell aus folgenden Personen zusammen:
Dirk Messer – Vorstandsvorsitzender

Claudia Neske – Stellvertretende Vorsitzende

Sabrina Schäfer – Schatzmeisterin

3. Grundlagen der Jugendarbeit

Die Angebote des Jugendclubs sind offen für alle Kinder und Jugendlichen. Sie sind freiwillig, vielfältig, kostenlos bzw. niedrigschwellig und richten sich an alle jungen Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, ihres gesundheitlichen, sozialen und kulturellen Hintergrunds. Weitere wichtige Prinzipien unserer Arbeit sind die Partizipation, Hilfe zur Selbsthilfe, Stärkung der individuellen Persönlichkeit, Interessenförderung und die Gleichberechtigung.

Für die Umsetzung unserer Grundlagen werden Angebote für die offene Kinder- und Jugendarbeit mit spezifischen Inhalten zu verschiedenen Aspekten der Lebenswelt gemacht. Dazu gehören:

  • Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit
  • Wertevermittlung und Stärkung der Sozialkompetenz
  • Geschlechtsspezifische Angebote
  • Mobile Jugendarbeit
  • Angebote zur Förderung der persönlichen Entwicklung gemäß der Interessen des Klientels
  • Präventive Arbeit – vor gefährdenden Einflüssen schützen wie Alkohol, Drogen, Radikalität, Gewalt, Mobbing
  • Befähigung zur Kritik- und Entscheidungsfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber den Mitmenschen

4. Zielgruppen

Die Angebote richten sich im Allgemeinen an Jugendliche im Alter von 10-27 Jahren. Zur Hauptzielgruppe gehören Jugendliche von 12-20 Jahren und zur Nebenzielgruppe Kinder im Grundschulalter. Junge Erwachsene werden bis zum 27. Lebensjahr nachbetreut.

5. Öffnungszeiten

  • Montag bis Donnerstag: 12 Uhr – 20 Uhr
  • Freitag: 12 – 22 Uhr
  • Samstag: 16 Uhr – 22 Uhr